
Softshell ist nicht vollständig wasserdicht, bietet aber ein optimales Gleichgewicht zwischen Schutz vor äußeren Einflüssen und Atmungsaktivität.
Wäre das Material vollständig wasserdicht, könnte es nicht atmen.
Eine Softshell-Jacke muss einen hohen Wasserabweisungsgrad (WP – Wasserdichtigkeit) aufweisen. Dieser Wert misst den Druck, den eine Wassersäule mit 10 cm Durchmesser auf das Gewebe ausüben muss, bevor Wasser eindringen kann. Er gibt somit die Wasserdichtigkeit eines Gewebes in mm an. Softshelljacken haben typischerweise Wasserdichtigkeitswerte zwischen 5.000 mm und 15.000 mm. Neben der Wasserdichtigkeit muss die Softshelljacke absolut atmungsaktiv sein (Atmungsaktivität). Der MVP-Wert (Feuchtigkeitsdampfdurchlässigkeit) misst die Menge an Wasserdampf (Schweiß), die in einem bestimmten Zeitraum durch 1 m² Gewebe diffundieren kann, und wird in g/m²/24 Stunden angegeben. Je höher dieser Wert, desto atmungsaktiver ist das Material. Die grundlegende Atmungsaktivität beträgt 500 MVP, und die technischsten Produkte, die typischerweise zum Skifahren und für Höhenwanderungen verwendet werden, erreichen bis zu 10.000 MVP.

Dank der Kombination aus dichtem Gewebe und Membran ist das Material wind- und wasserabweisend. Bei genauerer Betrachtung des Stoffes zeigt sich, dass er aus einer äußeren Membran mit sehr dichtem Gewebe besteht, die Regen und Wind abhält. Die zentrale Membran verhindert, dass Regen in die Fasern eindringt.
Die letzte Membran, die mit der Haut in Kontakt kommt, besteht fast immer aus einem weichen und flauschigen Material, das den Körper warm hält und ein angenehmes Tragegefühl vermittelt.